Programm / Kursdetails Vortrag: Gibt es Zukunft in der Vergangenheit? - eine Antwortsuche in der philosophischen Tradition utopischen Denkens - Sind Utopien, wie die wörtliche Übersetzung des griechischen Worts ou-topos nahelegt, Vorstellungen, die keinen Ort haben, also ein Nirgendwo sind? Oder könnte die Idee des Philosophen Ernst Bloch zutreffend sein, dass Utopien unter Umständen etwas sind, was noch keinen Ort hat. In der abendländischen Philosophie hat es immer wieder Versuche gegeben, Utopien zu entwerfen, die ein gutes Leben zum Inhalt haben. Diese Gegenentwürfe – im Kontrast zu Defiziten aktueller Lebensordnungen – waren nicht nur Visionen von einer idealen politischen Ordnung, sondern auch Entwürfe einer übersichtlichen, auf kleine Gruppen und Interaktionen bezogenen Konstellation. So könnte z. B. die Idee der Freundschaft, wie sie Michel de Montaigne beschrieben hat, in die Tradition utopischen Denkens hineingehören. Auch die Hoffnung auf eine zwischenmenschliche Praxis, die von der Annahme einer unbeschädigten Intersubjektivität ausgeht, wie sie etwa bei Hannah Arendt und Jürgen Habermas gedacht wurde, könnte als ein utopisch aufgeladener Entwurf eines gelungenen Zusammenlebens betrachtet werden. Die Gartenphilosophie des antiken Philosophen Epikur, in dem der Garten als Ort des Rückzugs und als Schutz vor den Katastrophen der Welt eingerichtet wird, kann ebenfalls in die Reihe utopischer Entwürfe einordnet werden. Eine Diskussion der vorgestellten Ideen soll sich anschließen.Um Anmeldung wird gebeten.In Kooperation mit dem Medienhaus. Termine Di. 22.09.26 Dauer 1 Termin | 3 Unterrichtsstunden Kursort Synagogenplatz 1 45468 Mülheim Kursnummer 2902 Kosten 0,00 € Kursleitung Peter Leitzen Fragen rund um die Anmeldung Sandra Clemens und Ludmila Scherbakov0208 455-4321/-22 vhs-anmeldung@muelheim-ruhr.de Inhaltliche Beratung Hannah Leitzen0208 455-4357 hannah.leitzen@muelheim-ruhr.de Kurstermine Datum Uhrzeit Ort Datum 22.09.2026 Uhrzeit 19:00 - 21:15 Uhr Ort Synagogenplatz 1, Medienhaus Seminarraum 02.07 Download Kurstermine Anmeldung möglich Zurück zur Übersicht
Sind Utopien, wie die wörtliche Übersetzung des griechischen Worts ou-topos nahelegt, Vorstellungen, die keinen Ort haben, also ein Nirgendwo sind? Oder könnte die Idee des Philosophen Ernst Bloch zutreffend sein, dass Utopien unter Umständen etwas sind, was noch keinen Ort hat. In der abendländischen Philosophie hat es immer wieder Versuche gegeben, Utopien zu entwerfen, die ein gutes Leben zum Inhalt haben. Diese Gegenentwürfe – im Kontrast zu Defiziten aktueller Lebensordnungen – waren nicht nur Visionen von einer idealen politischen Ordnung, sondern auch Entwürfe einer übersichtlichen, auf kleine Gruppen und Interaktionen bezogenen Konstellation. So könnte z. B. die Idee der Freundschaft, wie sie Michel de Montaigne beschrieben hat, in die Tradition utopischen Denkens hineingehören. Auch die Hoffnung auf eine zwischenmenschliche Praxis, die von der Annahme einer unbeschädigten Intersubjektivität ausgeht, wie sie etwa bei Hannah Arendt und Jürgen Habermas gedacht wurde, könnte als ein utopisch aufgeladener Entwurf eines gelungenen Zusammenlebens betrachtet werden. Die Gartenphilosophie des antiken Philosophen Epikur, in dem der Garten als Ort des Rückzugs und als Schutz vor den Katastrophen der Welt eingerichtet wird, kann ebenfalls in die Reihe utopischer Entwürfe einordnet werden. Eine Diskussion der vorgestellten Ideen soll sich anschließen.Um Anmeldung wird gebeten.In Kooperation mit dem Medienhaus. Termine Di. 22.09.26 Dauer 1 Termin | 3 Unterrichtsstunden Kursort Synagogenplatz 1 45468 Mülheim Kursnummer 2902 Kosten 0,00 € Kursleitung Peter Leitzen Fragen rund um die Anmeldung Sandra Clemens und Ludmila Scherbakov0208 455-4321/-22 vhs-anmeldung@muelheim-ruhr.de Inhaltliche Beratung Hannah Leitzen0208 455-4357 hannah.leitzen@muelheim-ruhr.de Kurstermine Datum Uhrzeit Ort Datum 22.09.2026 Uhrzeit 19:00 - 21:15 Uhr Ort Synagogenplatz 1, Medienhaus Seminarraum 02.07 Download Kurstermine